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Rykestraße 14 mit eingerüsteter Fassade, November 1994
Rykestraße 14 mit eingerüsteter Fassade, November 1994 © Foto: M. Schroedter

Konflikte und Kompromisse um sozialräumliche Um- und Mitgestaltung

Im Prenzlauer Berg der 1980er Jahre

Trotz allgegenwärtigem Verfall sollten Teile des Stadtbezirks Prenzlauer Berg in der späten DDR grundlegend erneuert werden. Zwischen Abriss, Neubau und Modernisierung schien alles möglich. Fehlende Baukapazitäten und Uneinigkeit über die Art der Umgestaltung machten Veränderungen aber weitgehend unmöglich.

Die Stadthistorikerin Kathrin Meißner gibt Einblicke in die damaligen lokalen Aushandlungsprozesse um Stadterneuerung in Prenzlauer Berg. Der Vortrag zeigt das Spannungsfeld zwischen staatlichen Modernisierungsplänen, reformorientiertem Bauen und gesellschaftlicher Teilhabe in den 1980er Jahren auf. Stadterneuerung war eben nicht nur ein reiner Verwaltungsakt, sondern ein gesellschaftlicher Prozess – mit Diskussionen, Konflikten und kleinen Erfolgen.

Im Anschluss an den Vortrag gibt es Gelegenheit, mit der Referentin ins Gespräch zu kommen.

Die Referentin Dr. Kathrin Meißner ist historische Stadtforscherin. Sie arbeitet zu gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen in historischen und aktuellen Stadträumen sowie Macht- und Aneignungsstrukturen. Ihre 2024 an der TU Berlin abgeschlossene Dissertation analysiert die Transformation sozialistischer Planungskultur am Beispiel der Stadterneuerung im Prenzlauer Berg (1971–89).

  • Donnerstag, 09.04.2026, 18:30 Uhr

Ort: Museum Pankow – Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner
Aula, 3.OG. (barrierefrei)
Prenzlauer Allee 227/228
10405 Berlin 

Eine Kooperationsveranstaltung des Museums Pankow mit dem Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) in Erkner, Forschungsschwerpunkt Zeitgeschichte und Archiv.

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