Einblicke in Geschichte und Gegenwart von Riwne
Zur Entstehung der Ausstellung
Im März 2025 besuchten Beschäftigte des Museums Pankow die westukrainische Partnerstadt. Bereits Ende 2022 hatten der Bezirk Pankow und Riwne eine Solidaritätspartnerschaft abgeschlossen, die am 12. Juli 2024 in eine offizielle Städtepartnerschaft mündete.
Während des Aufenthalts fanden zahlreiche Begegnungen und Besichtigungen statt. Dabei entstanden Interviews mit Einwohnerinnen und Einwohnern, die trotz der täglichen Bedrohung ihren Alltag gestalten und sich für die Stadtgesellschaft einsetzen – darunter Lehrerinnen, Krankenschwestern, der Zoodirektor, Vertreter der Zivilgesellschaft, Geschäftsleute, Historiker:innen, Museums- und Theaterleiter:innen sowie Vertreter der jüdischen Gemeinschaft.
Fotos und Interviews
Im Mittelpunkt der daraus entstandenen Schau stehen zwölf großformatige Fotoporträts der ukrainischen Fotografin Anna Mischuk sowie Filmproduktionen von Christian Betz. Die Porträtierten berichten von ihrem Alltag im Krieg. Neben einer Chronik der Stadtgeschichte bieten weitere Kurzfilme Einblicke in die Geschichte und Gegenwart Riwnes. Themen sind u.a. die deutsche Besatzung 1941 bis 1944, die Gedenkstätte Sosenki, ein Reisebericht und die Entwicklung der Städtepartnerschaft zwischen Pankow und Riwne.
Mit der Ausstellung möchte das Museum Pankow über die Geschichte der Partnerstadt informieren und für die aktuelle Situation der Bewohnerschaft seit dem russischen Angriffskrieg sensibilisieren: „Fernab abstrakter Frontberichte möchten wir mit der Ausstellung zeigen, wie Menschen in unserer Partnerstadt Riwne sich trotz der täglichen Bedrohung für die Stadtgesellschaft einsetzen“, sagt der Museumsleiter Bernt Roder.
Ausstellungszeitraum: 23.02. bis 14.03.2026
Der Eintritt ist frei
Ort: Rathaus-Center Pankow, 1. OG
Breite Str. 20
13187 Berlin
Öffnungszeiten:
Montag - Samstag: 11:00 bis 20:00 Uhr