Traditionslaube
Die behgebare und erlebbare Traditionslaube steht in der Kleingartenanlage „Heinersdorf“. Ihre Bauart entspricht der aller Lauben in der Anlage, die zur Gründung der Laubenkolonie 1905 errichtet wurden.
Die Anlage wurde vom Volksheilstättenverein des Deutschen Roten Kreuzes unter Vorsitz von Geheimrat Alwin Bielefeldt gegründet, der die Idee der sogenannten „Armengärten“ von der Pariser Weltausstellung 1889 mitgebracht hatte. Der Volksheilstättenverein verfolgte damit die Absicht, den aus einer Heilsanstalt Entlassenen eine weitere Genesung durch gärtnerische Betätigung in frischer Luft zu ermöglichen. Zugleich sollte damit auch die Verbreitung der Tuberkulose vorgebeugt werden -darum wurden Familien mit vielen Kindern bei der Vergabe der sogenannten Arbeitergärten bevorzugt berücksichtigt. Zusätzlich sollten sie als Arbeitergärten die wirtschaftliche Not lindern.
Die Traditionslaube ist eine einfache „Bude“ mit Unterstand: 2 x 3 m mit halben Stein gemauert, das Fundament ist eine Doppellage Backsteine, ein offener Unterstand aus Brettern. Der Bezirksverband der Kleingärtner Berlin-Weißensee e. V. hat sie umfangreich nach historischem Vorbild rekonstruiert. Sie steht interessierten Besuchern offen.