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Zwischen uns die Geschichte – Familie Niederkirchner. Ein widersprüchliches Erbe
Zwischen uns die Geschichte – Familie Niederkirchner. Ein widersprüchliches Erbe © Bild: Museum Pankow

Familie Niederkirchner – Ein widersprüchliches Erbe

Zwischen uns die Geschichte

Käte Niederkirchner (1909 - 1944) galt in der DDR als eine Ikone des antifaschistischen Widerstands. Nach ihr wurden Betriebskollektive, Ferienheime, Kindergärten und sogar ein Schiff benannt. Heute erinnern an sie noch zwei Straßen in den Bezirken Mitte und Pankow sowie eine 1989 eingeweihte Gedenktafel an ihrem ehemaligen Wohnhaus in der Pappelallee 22.

Mit der Ausstellung über das widerspruchsvolle Erbe der Niederkirchners beleuchtet das Museum Pankow die komplexe Geschichte der Familie und hinterfragt zugleich die bisherige Helden-Erzählung.

Die Ausstellung wirft einen Blick auf das Zusammenspiel von familiärem und gesellschaftlichem Erinnern und Verdrängen entlang historischer Brüche. Sie regt an, über das Beispiel der Familie Niederkirchner hinaus, Traditionen, Instrumentalisierungen und Legendenbildungen zu hinterfragen.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der für 11,00 € erworben werden kann.

Eintritt frei

  • Ausstellungszeitraum: 20.03. bis 20.09.2026
  • Öffnungszeiten:
  • Dienstag bis Sonntag: 10:00 - 18:00 Uhr
  • (An Feiertagen geschlossen)

Ort: Museum Pankow – Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner
Raum 108

Prenzlauer Allee 227-228
10405 Berlin

  • Donnerstag, 03.09.2026, 18:00 Uhr 
  • Kurator*innenführung durch die Ausstellung mit Annette Leo und Ilja Niederkirchner

Die Ausstellung nähert sich dem Thema aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln. Der Nachkomme und Fotograf Ilja Niederkirchner setzt sich künstlerisch mit seinem Erbe auseinander, indem er die überlieferten Bilder zerschneidet, überblendet oder neu zusammensetzt. Die Historikerin Annette Leo zeichnet dokumentarisch die Lebenslinien der einzelnen Familienmitglieder zwischen Berlin und Moskau nach und bettet sie ein in den historischen Kontext des 20. Jahrhunderts.   

Ort: Hauptgebäude, Raum 108

  • Donnerstag, 17.09.2026, 19:00 Uhr 
  • Finissage der Ausstellung 

IM GESPRÄCH: Stalin ist wieder der Held? - Erinnerungspolitik in Russland heute 

Im April 2026 stuft das Oberste Gericht Russlands die Menschenrechtsorganisation „Memorial“ als extremistische Organisation ein und stellt ihre Unterstützer unter Strafe. Seit der Gründung 1989 setzte Memorial sich mit den Verbrechen der Stalin-Zeit auseinander, sammelte Dokumente, befragte und betreute überlebende Opfer. Wie kann diese Arbeit weitergehen? Konnte das Archiv gerettet werden? Und wie kann es sein, dass in Russland neuerdings wieder Stalin-Denkmäler und -Büsten aufgestellt werden? 

Irina Scherbakowa und Wladislaw Hedeler sprechen über ihre Erfahrungen. 
Irina Scherbakowa, geboren 1949 in Moskau, ist Germanistin, Kunstwissenschaftlerin und Mitbegründerin von Memorial. Seit 2022 lebt sie im Exil in Deutschland und setzt hier ihre Arbeit fort. 

Wladislaw Hedeler wurde 1953 im sibirischen Tomsk geboren, wohin sein Vater verbannt worden war. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Stalinismus und dem Schicksal deutscher Emigranten in der Sowjetunion. 

Moderation: Annette Leo

Ort: Hauptgebäude, Aula (3. OG)

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