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Porträt junger Frauen mit auffälliger goldfarbener Kopfbedeckung
Szene aus Coming Out, DEFA 1989 © DEFA Stiftung Wolfgang Fritsche

Prenzlauerberginale – Der Kiez im Kino.

Mit dem Themenschwerpunkt „Dreißig Jahre Mauerfall“ beschert die Prenzlauerberginale ihrem Publikum an jedem Dienstag im März im Kino BABYLON eine Filmauswahl, die Prenzlauer Berg in Szene setzt.

Prenzlauer Berg ist seit vielen Jahrzehnten Kulisse für Spiel- und Dokumentarfilme. Aus diesem reichen Fundus schöpft die Prenzlauerberginale. Zur Aufführung kommen Bekanntes und Unbekanntes, lange Verbotenes und auch nie Gezeigtes. In diesem Jahr sind es Filme aus den Jahren 1972 bis 2006, mit denen die 4. Prenzlauerberginale ihre Besucher unterhält.

Zum Auftakt, mit Wolfgang Thierse, Bundespräsident a. D. und Schirmherren des Festivals, am 5. März sind drei Berichte bzw. Rohmaterial mit Interviews aus der Zeit vom 9. bis 13. November 1989 im Programm. Weiterhin die DEFA-Dokumentation „Berlin-Prenzlauer Berg - Begegnungen zwischen dem 1. Mai und dem 1. Juli 1990" die von der Stimmung, den Sorgen und Hoffnungen in den Kneipen und Tanzlokalen am Prenzlauer Berg 1990 berichtet.

An den drei anderen Abenden sind Klassiker wie „Sommer vorm Balkon“ (D, 2006) dabei, aber auch Unbekanntes wie die Dokumentation „Nachtarbeiter“ (DEFA, 1973),  Fernsehberichte wie „Ein Haus im Prenzlauer Berg“ (DDR-Fernsehen, 1980) und fast vergessenes wie „Die Beunruhigung“ (DEFA, 1982). Am letzten Abend ein weiterer Schwerpunkt, mit "Coming out" (Heiner Carow, DEFA, 1990) und "In Sachen H. und acht anderer" (Richard Cohn-Vossen, DEFA-Dok, 1972) zeigen wir zwei Filme die das Thema Homosexualität in der DDR verarbeiten.

Das Filmfest wird von der Fotoausstellung OST FARBE WEST begleitet. Die Fotos der Schweizer Fotografin Nelly Rau-Häring sind im Sommer 1990 in Prenzlauer Berg entstanden und zeigen die ersten kleinen Veränderungen kurz vor der Währungsreform im Juli 1990. Die Ausstellung ist in Kooperation mit der Stiftung Berliner Mauer entstanden. Sie ist täglich zu den Öffnungszeiten des Kinos im Babylons zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Ergänzend sind zu den jeweiligen Filmvorführungen Gäste zum Gespräch eingeladen, u.a. der Schauspieler Matthias Freihof (Coming out) und der Regisseur Richard Cohn-Vossen.

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